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Startseite » Mobbing im Strafrecht

Artikel zuletzt aktualisiert am von Glazmaier

Im Strafrecht wird lediglich Cybermobbing geahndet.
Außerhalb des Cyberraumes greift das Strafrecht bei Mobbing nicht.
Das österreichische Strafrecht ist ein Einzelstrafrecht, das prinzipiell nur einzelne Handlungen eines Täters unter Strafe stellt. Das Strafrecht kann daher bei Mobbing nur insofern relevant sein, als einzelne, im Zuge eines Mobbingverlaufs vom Mobber gesetzte Handlungen, die Strafrechtsnorm verletzen.
Wie z. B.:

  • Beleidigung
  • Datenbeschädigung
  • Dauernde Sachentziehung
  • Erpressung
  • Gefährliche Drohung
  • Geschlechtliche Nötigung
  • Körperverletzung
  • Kreditschädigung
  • Nötigung
  • Sachbeschädigung
  • Störung der Funktionsfähigkeit eines Computersystems
  • Üble Nachrede
  • Urkundenunterdrückung
  • Verleumdung

Üblicherweise ist dies jedoch nicht der Fall, da Mobbing sehr subtil und versteckt und somit nur schwer beweislich abläuft.

Straftatbestand Mobbing

Ein zukünftiges Antimobbing-Gesetz im Strafrecht hat den Nachteil, dass der Anzeigleger die volle Beweiskraft trifft und, sofern überhaupt ein Anfangsverdacht gefunden würde, nach dem Grundsatz “in dubio pro res” (im Zweifel für den Angeklagten) Mobber letztlich straffrei bleiben könnten.
Wie bereits weiter oben mitgeteilt, handelt es sich beim österreichischen Strafrecht um ein Einzelstrafrecht, welches prinzipiell nur einzelne Tathandlungen unter Strafe stellt und nicht ein ganzes Bündel von Aktivitäten oder etwa die gesamte “Lebensführung”, wie dies bei Mobbing der Fall ist.
Als Bündel von Aktivitäten sind z. B. die 45 Mobbinghandlungen nach Leymann gemeint, die auch in Summe keinen Straftatbestand bilden.
Ein Straftatbestand “Mobbing” ist daher iim österreichischen Rechtssystem nicht vorstellbar.

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