Siehe auch -->  PVA PRESSE &  LINKS!

 

derStandard: 07 2015 Pensionsantrittsalter steigt dank Statistik-Trick: Kritik an Sozialminister Hundstorfer

 

derStandard: 11/2014: Kosten für Pensionen steigen stark --> siehe auch Generationenvertrag ist verfassungwidrig

derStandard: 11/2014: Lockerung des Kündigungsschutzes für Ältere sinnvoll (...) 

derStandard: 06/2014: Sonderpensionen werden auf EUR 9.060,- beschränkt (bisher Sonderpensionen bis 32.000,-)

Dr. Peter Teuschel: Psychiatrische Gutachten - zu oft einfach skandalös

 

 

Siehe auch 

PVA - Befangenheit von Gutachtern?

PVA - Tipps zur Begutachtung

Salzburger Fenster 2014: PVA schickt Invalide reihenweise in die Arbeit zurück

RA Dr. Pochieser zu OGH-Urteil zu Invaliditätspension: Falschgutachten kommt vor Realität

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Quelle: www.aktive-arbeitslose.at --> Facebook

Schöner Erfolg in einem haarigen IP-Fall, wo wegen nicht angetretener stationärer psychiatrischer Zwangsrehab - in einem anderen Bundesland noch dazu (!!!) - weder PVA, AMS noch MA 40 etwas zahlen wollten und die Betroffene verhungern hätte dürfen: Nach Wiederaufnahme des Verfahrens bei der PVA gabs doch einen Kompromiss: Vorerst 6 Monate Rehabgeld mit dem schönen Passus im Bescheid:

"Als Maßnahme der Rehabilitation zur Wiederherstellung Ihrer Arbeitsfähigkeit ist das Ergebnis weiterer Therapiemaßnahmen abzuwarten."

Wir empfehlen bei den notorisch kaum begründeten und sehr obskuren PVA-Bescheiden bei Zuerkennung von Rehabgeld, ohne dass klar ist, was genau gemacht werden soll, gegen diesen unbestimmten Rehab-Auftrag beim Arbeits- und Sozialgericht zu klagen und aufschiebende Wirkung beantragen. Wäre mal einen Versuch wert! Da es um Grundrechtseingriffe geht, sollten derartige Bescheide ohne vorherigen Parteiengehör zur geplanten Zwangsrehab und ohne Grundrechtsabwägung prinzipiell geklagt werden, damit Österreich endlich ein Rechtsstaat wird.

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Salzburger Fenster: PVA schickt Invaliden-Rentner reihenweise in die Arbeit zurück

  

Quelle Salzburger Fenster,  31.10.2014 

http://www.salzburger-fenster.at/redaktion/aktuelle_berichte/pva_schickt_invaliden_rentner_reihenweise_in_die_arbeit_zurueck_art7618/

 
 
 

PVA schickt Invaliden-Rentner reihenweise in die Arbeit zurück

 

Invaliditätspensionen werden jetzt noch schärfer eingeschränkt. Immer öfter müssen Invalidenrentner, die krankheitsbedingt in Frühpension gegangen sind, zurück in die Arbeit.

Skelett- und Muskulaturerkrankungen liegen bei 26 Prozent der Invaliditätspensionisten vor, elf Prozent haben Herz-Kreislauf- und zehn Prozent Krebserkrankungen. 34 Prozent leiden unter psychischen Problemen. Foto: Fotolia
Gerda Klingenbrunner (AK Salzburg): „Wir haben heuer schon 330 Klagen beim Arbeitsgericht Salzburg eingebracht.“ Foto: AK
 
Vor

Maria Ebner (Name geändert) ist verzweifelt. Wegen Rheuma und Abnützungen an der Wirbelsäule und an einer Schulter war die Frau, die lange als Kellnerin und auch als Stubenmädchen gearbeitet hatte, vor fünf Jahren in die vorläufige Invaliditätspension gegangen. Inzwischen leidet die 54-jährige Salzburgerin auch unter schmerzhafter Polyarthritis. Nun gilt sie aber nach Ansicht der Pensionsversicherungsanstalt auf einmal  wieder als arbeitsfähig. PVA-Ärzte haben so befunden. Maria Ebner bekommt jetzt nur noch Notstandshilfe und sie wird gezwungen, sich einen 20-Stunden-Job zu suchen. Denn schwer Kranke, die bereits jahrelang eine Invalidenrente bezogen haben, werden nun reihenweise wieder in die Arbeit geschickt. Zu verdanken haben sie dies dem drastischen Sparkurs, den SPÖ-Sozialminister Rudolf Hundstorfer seit Jahren fährt, um das Pensionsantrittsalter zu heben. Neu ist: Unter 50-Jährige haben seit Jahresbeginn kaum mehr Aussicht auf eine Invalidenrente. Auch Härtefälle sollen sich wieder für eine Arbeit fit machen. 
Obwohl Maria Ebner mit Hilfe der AK Salzburg gegen die Aufhebung ihrer Invaliditätspension geklagt hat, verlor sie kürzlich den Prozess. Fälle wie dieser sind in der AK mittlerweile an der Tagesordnung.

Zurück in die Arbeit: Es gibt viele Härtefälle

Der Fall einer 54-Jährigen zeigt, wie es ist, wenn einem die Pension gestrichen wird. Man wird zum Bittsteller degradiert,  sagt die Betroffene.

Wie es weitergehen soll, weiß Maria Ebner, die plötzlich wieder als arbeitsfähig gilt, im Moment nicht. „Wer stellt denn Menschen über 50 an?“, fragt sich die 54-jährige Rheumapatientin. Und: „Wie soll ein 20-Stunden-Job zum Überleben reichen?“ Zu ihrer Wut über die Verschärfungen, die Sozialminister Hundstorfer bei den Invaliditätspensionen durchgesetzt hat, kommt Angst. Ebner: „Wenn ich mich dem AMS nicht zur Verfügung stelle, verliere ich auch noch die Notstandshilfe.“ Weil die so klein ist, ist Ebner zusätzlich auf Mindestsicherung angewiesen. „Wir kleinen Leute, die hart geschuftet haben, werden drangsaliert, um das Pensionssystem zu retten“, meint Ebner, die zwei Kinder großgezogen und jahrelang ein Familienmitglied gepflegt hat, resigniert.

AK brachte 330 Klagen ein

Fälle wie dieser beschäftigen die Berater der Arbeiterkammer Salzburg zuhauf, weil die Rechtslage immer strenger wird. Wegen Gewährung einer Invaliditätspension hat die AK Salzburg heuer bereits 1.200 persönliche Beratungen durchgeführt und beim Salzburger Arbeitsgericht 330 Klagen eingebracht. Ein Teil betrifft über 50-Jährige, denen der krankheitsbedingte Frühpensionistenstatus nach einer ärztlichen Begutachtung nicht zuerkannt bzw. aberkannt wird. „Ältere Arbeitnehmer bekommen schwer Arbeit“, betont Gerda Klingenbrunner, Leiterin des Sozialversicherungsreferates der AK Salzburg. Immerhin 8,5 Prozent der Unternehmen mit mehr als 25 Mitarbeitern haben keinen einzigen Beschäftigten über 55 Jahren.
Problematisch sei auch, dass es für jene, die beim Arbeitsgericht gegen die Ablehnung einer Invaliditätspension klagen, keinen Pensionsvorschuss mehr gibt. „Diese Personen müssen sich jetzt dem AMS zur Verfügung stellen, ansonsten verlieren sie den Anspruch auf ihr Arbeitslosengeld. Das führt zu finanzieller Unsicherheit und Härten“, so Klingenbrunner.

Viele haben keine Aussicht auf Besserung

Man begrüße grundsätzlich, dass gesundheitlich beeinträchtigte Menschen medizinisch rehabilitiert werden sollen und dafür das neue Reha-Geld beziehen, aber das gehe  nicht in jedem Fall, heißt es im AK-Sozialversicherungsreferat. Auch bei den unter 50-Jährigen, auf die die Bestimmungen der „I-Pension Neu“ seit 1.1.2014 abzielt, gebe es viele, die man einfach nicht zurück ins Erwerbsleben schicken könne.
Die PVA erklärt dazu auf SF-Anfrage: „Eine prozentmäßige Einstufung der Arbeitsfähigkeit ist nicht vorgesehen.“ Der Sozialminister  betont,  dass die schärfere Gangart bereits wirkt. Von Jänner bis Juni 2014  gab es bei den Unselbstständigen 9.493 Invaliditätspensions-Antritte, das ist ein Rückgang von 14,5 Prozent innerhalb eines Jahres. Die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt bei befristeten Invaliditäten werde mittels Reha-Geld „noch konsequenter verfolgt“. Um über 50-Jährige und gesundheitlich beeinträchtigte Arbeitnehmer wiedereinzugliedern, stünden seit heuer 370 Millionen Euro an Eingliederungsbeihilfen zur Verfügung.
Die AK gewann kürzlich den Prozess für eine schwer an Rheuma erkrankte Salzburgerin, deren Zustand nicht mehr besserungsfähig ist und die überhaupt keine Arbeit mehr verrichten kann. „Sie hatte plötzlich gar kein Geld mehr bekommen, weder I-Pension noch Reha-Geld“, schildert AK-Expertin Kingenbrunner, die hinzufügt: „Wenn spöttisch vom Land der Frühpensionisten gesprochen wird, übersieht man, dass es vielen Menschen, auch psychisch, extrem schlecht geht.“
Reich sind die Invaliditätspensionisten im Übrigen nicht. Im Vorjahr betrug die durchschnittliche Pension der rund Salzburger 8.500 Bezieher 950 Euro. Laut AK sterben diese Frühpensionisten im Schnitt zehn Jahre früher als Bezieher einer Alterspension.

Sabine Tschalyj

8.528 Invaliditätspensionisten

Mit Stand September 2014 bezogen 8.528 Personen im Bundesland Salzburg eine Invaliditätspension von der Pensionsversicherungsanstalt (PVA). Seit Inkrafttreten der Invaliditätspension Neu am 1.1.2014 wurde 563 Personen von der PVA ein Reha-Geld aufgrund vorübergehender Invalidität zuerkannt (die beantragte Invaliditätspension wurde in diesen Fällen abgelehnt). Von Jänner bis September 2014 wurden in Salzburg insgesamt 1.266 Invaliditätspensionen abgelehnt und 717 zuerkannt.

In Österreich gab es 2013 laut PVA-Statistik 1.894.948 Pensionsbezieher (+ 16,8 % seit 2003), davon 177.561 Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspensionen (- 41% seit 2003).

Volksstimme, 7. Ausgabe Sommer 2014
Volksstimme, 7. Ausgabe Sommer 2014

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    xxx (Sonntag, 22 Oktober 2017 19:00)

    Ja, wie bei mir! Bei mir wurden 5 gebrochene Rückenwirbel übersehen und jetzt ist es zu spät, man kann sie nicht mehr aufzementieren, weiters sind auch noch die Deckplatten schon eingebrochen, es war das Becken gebrochen, Rippen, die Schulter, usw, aufgrund schwerer Osteoporose. Habe ich alles erst erfahren, als ich dann auf einmal nicht mehr gehen konnte vor Schmerzen und kein Schmerzmittel mehr half! 3 Monate haben sie mich mit einem gebrochenen Hüftgelenk herumlaufen lassen, unter furchtbaren qualvollen Schmerzen mußte ich Termine am Arbeitsamt einhalten, und alles machen. Den OP-Termin bekam ich so spät, das ich in die Aussteuerung rutschte, und dann hat mir die PVA nicht einmal das REHA-Geld bewilligt. Alles wurde abgelehnt, mit der Antwort, ich hätte nichts, und ich werde auch nie was so schwerwiegendes haben, das ich eine Pension oder Reha-Geld brauche! Aufgrund der Aussteuerung und der Ablehnung des Reha-Geldes konnte ich keine Reha machen, nachdem mein Hüftgelenk gebrochen und völlig zerbröselt war, das ich eine Prothese brauchte. Das war denen alles egal. Die Diagnosen und Bemerkungen der PVA über den Patienten selbst sind eine Frechheit!!! Man wird behandelt wie ein Schmarotzer. Dabei kann ich vor Schmerzen nicht einmal alle Arzttermine einhalten oder sonst was. Es ist einfach ein Wahnsinn!!! Jetzt stelle ich zum 5 mal den Antrag! Weil ich vor Schmerzen einfach nicht kann!

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Siehe auch:

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