orf.at 03 2017: Frankreich: Bischöfe verweigern Teilnahme an TV-Debatte zu Missbrauch

http://religion.orf.at/stories/2832280/

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Quelle: orf.at.religion 05 2017   https://religion.orf.at/stories/2840787/

  

Charamsa: Abrechnung mit „homophober“ Kirche

In seinem Buch „Der erste Stein“ rechnet der ehemalige Vatikan-Prälat Krzysztof Charamsa mit der römisch-katholischen Kirche ab. Dabei teilt er kräftig gegen einen homophoben Klerus aus, auch die Päpste Benedikt XVI. und Franziskus bleiben nicht verschont. Es war ein kleines Erdbeben, das der polnische Priester im Oktober 2015, am Vorabend der Weltbischofssynode im Vatikan, mit seinem Outing verursachte: Öffentlich gestand er, in einer homosexuellen Beziehung zu leben. Seine Posten als Assistenzsekretär der Internationalen Theologischen Kommission und als Dozent an zwei päpstlichen Universitäten verlor Charamsa sofort, ebenso sein Priesteramt. Er lebt heute mit seinem Lebensgefährten in Barcelona.

Autor: Krzysztof Charamsa - Bildquelle: http://religion.orf.at//stories/2840787/

Seine Erfahrungen vor und nach dem Outing verarbeitete Charamsa in einem Buch, das kürzlich auf Deutsch erschien. Brisant ist es vor allem, weil Charamsa alles andere als ein einfacher Priester war: Der Pole, der nicht nur hochrangiger Priester und Dozent, sondern auch Mitglied der Kongregation für den Glauben war, hatte Einblick in Bereiche des Vatikans, die so noch nie zuvor bloßgestellt wurden. Charamsa rechnet in „Der erste Stein“ ab - die katholische Geistlichkeit bekommt ordentlich ihr Fett ab.

„Hälfte aller Geistlichen schwul“

Er zeichnet darin das Bild einer homophoben, gleichzeitig mehr oder minder unverhohlen „schwulen“ katholischen Kirche: „Auf der Grundlage meiner persönlichen Erfahrungen gehe ich davon aus, dass ungefähr die Hälfte aller katholischen Geistlichen schwul ist.“ Dennoch „vernichtet die Kirche die Schwulen in spiritueller, psychologischer und sozialer Hinsicht und treibt sie nicht selten auch in den Tod“.

Kirche „besessen vom Sex“

Offen schildert der 45-Jährige, wie er seinen späteren Freund und Ehemann kennenlernte - erst einmal als One-Night-Stand: „Und in jener Nacht hatte ich Gott erblickt, der mich liebte, mich umarmte, mich akzeptierte, weil er mich verstand. Und zum Glück begann Gottes mediokre Kirche vor meinem inneren Auge zu verblassen.“ Einer Kirche, „die besessen ist vom Sex, die der Sex krank macht“. Etwa beim Sakrament der Beichte gehe es „in Wirklichkeit in allererster Linie um Sex in allen möglichen Spielarten“. Um diesen Punkt zu verdeutlichen, zitiert der Autor auch Wiens Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn, der gesagt habe: „Die Kirche dringt in die Schlafzimmer der Menschen ein, sucht sie aber nie in ihren Wohnzimmern auf.“

 

Homosexualität „Geschenk Gottes“

Seine Homosexualität betrachtet Charamsa als „Geschenk Gottes, ein Geschenk der Natur, ein Geschenk des Lebens. Sexualität ist positive Energie, die den Menschen in der einen oder der andern Form gegeben wird.“ Doch „meine Kirche stellt die Homosexuellen immer noch als bestialische und gefährliche Feinde der Familie dar, als Zerstörer des häuslichen Harmonie und der Ehe“.

Seine Kollegen in der Kongregation für den Glauben - von Charamsa auch als „Inquisition“ tituliert - kommen dabei besonders schlecht weg. Der Ex-Prälat berichtet von Intrigen und einem konkreten Versuch, Papst Franziskus als unglaubwürdig dastehen zu lassen. Franziskus selbst gesteht Charamsa zwar echten Reformwillen zu, doch er sieht seine Möglichkeiten eingeschränkt: „Papst Franziskus bekannte sich offen zu einer Religion der Brüderlichkeit, der Empathie, des Mitleids, doch er hatte zu lernen, wie man sich in der realen Kirche verhält: dass man in ihr den Mund halten muss.“ An anderer Stelle macht Charamsa diesen Punkt noch deutlicher: „Der Hass auf Papst Franziskus, der innerhalb der Glaubenskongregation herrschte (und wohl weiterhin herrscht), war wirklich unglaublich intensiv: Bergoglio galt als verantwortungsloser Progressiver.“

 

„Wir trippelten wie Schönheitsköniginnen“

Benedikt XVI. wirft der Autor vor, Homophobie in der Kirche geschürt zu haben, indem er etwa sagte, Homosexuellen mangle es an „affektiver Reife“, sie seien unfähig, „normale“ Beziehungen einzugehen. Dabei sei gerade Benedikts Amtszeit das „schwulste Pontifikat der Neuzeit“ gewesen, „mit roten Schühchen, sorgfältig choreografierten Prozessionen, (...) Spitzen und Quasten und Fransen, die überall herauslugten“.

Das schildert Charamsa mit besonders viel Verve: „Und gleichzeitig hielten wir an einem entschieden homosexuell wirkenden Spektakel fest, (...), in Gewändern (...) wie sie jeden Schwulen in Entzücken versetzen mussten. Wir trippelten wie Schönheitsköniginnen einher, in diesen die Beine wie Röcke umhüllenden Soutanen, die es in verschiedenen leuchtenden Farben gab.“ Zugleich sei Benedikts Pontifikat „eine der finstersten Phasen der Kirchengeschichte gewesen“, in der man durch Schüren und Anheizen von Homophobie unablässig und verzweifelt darum bemüht gewesen sei zu verbergen, „dass es auch unter uns Klerikern Homosexuelle gab. Dass der Vatikan sich 2008 weigerte, den Appell der UNO zu unterstützen, Homosexualität nicht mehr als strafbares Delikt einzustufen, stellt einen der größten Schandflecke in der Geschichte der neuzeitlichen Kirche dar.“ Doch sei diese Weigerung in der Öffentlichkeit kaum registriert worden.

 

„Dumme, leere Fratzen“

Charamsa findet harte Worte für seine ehemaligen Kollegen im Vatikan: Er habe es ihnen im Zuge seines Outings nicht so leichtmachen wollen, seine Ämter in aller Stille zurückzulegen, schreibt er: „Ich konnte mich selbst nicht des Vergnügens berauben, die Funktionäre der Kirche – ausgesprochene Nichtstuer – für mich arbeiten zu lassen und zuzusehen, wie diese Männer mit ihren dummen, leeren Fratzen Suspendierungsbeschlüsse, Exkommunikationsentscheide, Strafverfügungen gegen den Verräter aufsetzten ...“ Charamsa schont sich aber auch selbst nicht: „Ein wahrer Champion“ sei er dabei gewesen, seine Veranlagung zu verdrängen und zu verbergen. Er schildert sich über einen langen Zeitraum hinweg als Mitläufer in einem intoleranten System. In Aussagen wie „Die Kirche hatte mich durch ihre Diagnosen zu einer Art Leprakrankem gemacht ...“ schwingen neben Wut auch deutlich Schmerz und Gekränktheit mit.

 

Dem Zölibat durchaus treu

Dann übt sich der Autor wieder in Sarkasmus: Er, der Schwule, sei seinem Zölibatsgelübde durchaus treu geblieben, „weil ich in meinem ganzen Leben nicht jene Art von Geschlechtsverkehr praktiziert habe, die für die Kirche einzig und allein existiert: Das heißt, ich bin nie mit einer Frau ins Bett gegangen – im Unterschied zu dem einen oder anderen Kardinal, dem, wie es so schön heißt, ‚Vaterglück‘ zuteilwurde.“ Ebenso „verbreitet und intensiv“ im Klerus verbreitet sei übrigens der „Hass auf Frauen“.

Pädophilie „systematisch hervorgebracht“

Charamsa widmet in „Der erste Stein“ auch dem Thema Kindesmissbrauch weite Strecken. Pädophilie sei ein Phänomen, „das von der Mentalität der Kirche gewissermaßen systematisch hervorgebracht wird, einer Kirche, die jede Transparenz zunichtemacht und zur Omerta (Schweigegebot der Mafia, Anm.) zwingt, die jedem die Möglichkeit nimmt, seine Sexualität in gesunder Weise auszuleben, während sie alle, die einen anderen Menschen sexuell missbrauchen, durch ihr Schweigegebot schützt“.

Die Wurzeln der Homophobie

Das Buch ist in einem sehr persönlichen, mitunter recht blumigen Stil gehalten. Während der Großteil des Buches vor allem der Kritik an der katholischen Kirche gewidmet ist, plaudert Charamsa gegen Ende seitenlang über Filme und Bücher, die Homosexualität zum Thema haben und die ihn besonders beeindruckten. Das mag für viele interessante Anregungen bringen, passt aber schlecht zum Anklagecharakter des restlichen Buchs.

Dann kommt er wieder auf die Wurzeln der Homophobie in der Kirche etwa durch die Lehren Thomas von Aquins zurück. Charamsa zitiert Plato, Michel Foucault und Judith Butler, aber auch den heiligen Paulus, der sich allzu intensiv „mit den sexuellen Beziehungen zwischen Männern“ beschäftigt habe. Es ist unter anderem diese Stelle, die dem ehemaligen Priester die ungeteilte Aufmerksamkeit christlicher Fundamentalisten sichern dürfte. Mit seiner Rolle als Geistlicher hat Charamsa trotz allem nie abgeschlossen, und er zweifelt auch heute nicht an seiner Berufung: „Ich bin stolz, ein guter schwuler Priester zu sein.“

Johanna Grillmayer, religion.ORF.at

Krzysztof Charamsa

Der erste SteinAls homosexueller Priester gegen die Heuchelei der katholischen Kirche

 

Zur Buchbeschreibung:

https://www.randomhouse.de/Buch/Der-erste-Stein/Krzysztof-Charamsa/C.-Bertelsmann/e515291.rhd

 

Aus dem Italienischen von Michael Jacobs 
Originaltitel: La prima pietra
Originalverlag: Rizzoli Libri, Milano 2016
Gebund.Buch mit Schutzumschlag, 320 Seiten
ISBN: 978-3-570-10327-2
€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* 
Verlag: C. Bertelsmann
NEU Erschienen: 25.04.2017

Über den Autor:

Krzysztof Charamsa, geboren 1972 in Polen, ist Theologe. Er wurde 1997 zum Priester geweiht und lehrte seit 2009 an der Päpstlichen Hochschule Gregoriana in Rom; 2011 wurde er in die theologische Kommission der Glaubenskongre-gation berufen. Nach seinem Coming-out wurde Charamsa von allen kirchlichen Ämtern suspendiert.

Gendarmerie beendet Homo-Orgie im Vatikan – Alkohol, Drogen, Luxus

 

http://www.katholisches.info/2017/06/gendarmerie-beendet-homo-orgie-im-vatikan-alkohol-drogen-luxus/

Quelle: http://www.katholisches.info/2017/06/gendarmerie-beendet-homo-orgie-im-vatikan-alkohol-drogen-luxus/
Quelle: http://www.katholisches.info/2017/06/gendarmerie-beendet-homo-orgie-im-vatikan-alkohol-drogen-luxus/

 

 

(Rom) Die vatikanische Gendarmerie stürmte ein Apartment des Vatikans und beendete eine Homo-Orgie, bei der offenbar jede Menge Drogen und Alkohol im Spiel waren.

Inhaber des Apartments ist der Sekretär von Kardinal Francesco Coccopalmerio. Als die Gendarmerie mitten in die „Homo-Orgie“ platzte, wurde der Kardinal-Sekretär, ein Priester, in einem so „benebelten“ Zustand angetroffen, daß er zur Entgiftung in ein Krankenhaus mußte.

Die Wohnung des Sekretärs von Kardinal Coccopalmerio befindet sich im Palast des ehemaligen Heiligen Offiziums. Die vatikanischen Gendarmerie hatte seit einiger Zeit Ermittlungen aufgenommen. Als sie in das Apartment eindrang, war gerade eine Homo-Orgie im Gange, bei der viel Alkohol und Drogen konsumiert worden waren. Wie viele Personen angetroffen wurden, ist bisher nicht bekannt.

Angehender Bischofskandidat?

Der Zugriff erfolgte auf vatikanischem Staatsgebiet. Der Hinweis ist nicht ohne Bedeutung. Der Haupteingang des Palastes befindet sich nämlich bereits auf italienischem Staatsgebiet und ist damit der Kontrolle der vatikanischen Gendarmerie entzogen, während die italienische Polizei – weil das Gebäude bereits zum Vatikanstaat gehört – ebenfalls nicht kontrolliert. Ein idealer Platz also, um ungestört zwielichtigen Aktivitäten nachzugehen.

Ausgangspunkt der Ermittlungen seien Hinweise auf ein ständiges Kommen und Gehen im Apartment gewesen, das von einer Größe ist, wie es eigentlich nur hohen Prälaten vorbehalten ist, aber nicht deren Sekretären. Verdacht ließ auch das luxuriöse Auto des Sekretärs schöpfen, das bestenfalls höchste Kirchenvertreter fahren, aber nicht ein einfacher Mitarbeiter. Wie der Sekretär zu diesem Apartment und zum Auto kam, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

Der Priester wurde zur Entgiftung in die Klinik Pio XI gebracht. Inzwischen befindet er sich zur „spirituellen Besinnung“ in einem italienischen Kloster.

Luxus-BMW mit vatikanischem Kennzeichen schützte vor Kontrollen

Wie die Tageszeitung Il Fatto Quotidiano berichtete, habe das Luxusauto mit vatikanischem Autokennzeichen den Priester vor „unangenehmen“ Kontrollen durch die italienische Polizei geschützt. Auf diese Weise soll er verschiedene Personen, mutmaßlich auch Stricher, vor allem aber Drogen in den Vatikan geschmuggelt haben.

Der Prälat ist ein Protegé von Kardinal Francesco Coccopalmerio, dem er als persönlicher Sekretär diente. Coccopalmerio stammt aus dem Kreis um Kardinal Carlo Maria Martini SJ, dessen Weihbischof er von 1993-2007 war. Die Gesinnungsgemeinschaft der beiden hohen Prälaten litt unter einem Konkurrenzverhältnis. 2007 wurde Coccopalmerio von Benedikt XVI. zum Vorsitzenden des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte an die Römische Kurie berufen und im Februar 2012 in den Kardinalsstand aufgenommen.

Seit dem Amtsverzicht von Benedikt XVI. mutierte der Kardinal schnell zum Parteigänger des neuen Papstes. Im vergangenen Mai sprach der Kardinal davon, daß die Unterscheidung in „gültig“ und „ungültig“ überwunden werden müsse wie „regulär“ und „irregulär“. Im Februar legte er zur Verteidigung der „neuen Offenheit“ von Papst Franziskus eine Kleinschrift vor, mit der er das 8. Kapitel von Amoris laetitia rechtfertigte. Seine These für die Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Kommunion läßt sich mit dem Satz zusammenfassen: „Ich möchte mich ja ändern, kann es aber nicht, darum gebt mir die Eucharistie“.

Sein Sekretär, der im Schutz des Vatikans Homo-Drogenpartys gab, galt zuletzt als angehender Kandidat für ein Bischofsamt.

Der Ärger im Vatikan sei groß über die peinliche Situation, die ein schlechtes Licht auf die Kirche wirft und die Gebäude im Vatikan besudelt.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Wikicommons

t-online.de: 07 2017 Das Gendarmeriekorps der Vatikanstadt hat offenbar eine schwule Sex-Party in einer Wohnung eines Vatikan-Mitarbeiters gestürmt. Die Wohnung gehört der "Vatikanischen Kongregation für die Glaubenslehre".

http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_81596742/vatikan-polizei-stuermt-schwule-sex-orgie-und-findet-drogen.html

 

derStandard.at: 07 2017 George Pell, Finanzchef und Nummer drei im Vatikan, wird von einem Missbrauchsskandal eingeholt

https://derstandard.at/2000060491545/Kindesmissbrauch-Ermittlungsverfahren-gegen-Vatikan-Finanzchef-Pell

 

Der Vizepolizeichef des australischen Bundesstaats Victoria, Shane Patton, hat am Mittwoch bekanntgegeben, dass gegen George Pell Anklage wegen Missbrauchs erhoben werde. Im Vatikan war es zu dieser Zeit drei Uhr morgens. Wenige Stunden später trat der sichtlich gezeichnete 76-jährige Pell im vatikanischen Pressesaal vor die Medien und wies die Vorwürfe entschieden zurück: "Ich bin unschuldig. Die Vorwürfe sind vollkommen falsch", betonte der Kardinal. Er sei froh, dies bald vor Gericht zeigen zu können. "Der Prozess ermöglicht es mir, meinen Namen reinzuwaschen." 

George Pell, Finanzchef und Kurienkardinal, soll als junger Priester mehrere Buben sexuell belästigt haben. Pell: "Rufmordkampagne" Um dies zu tun und am 18. Juli in Melbourne zur ersten Gerichtsverhandlung zu erscheinen, hat Pell sein Amt als vatikanischer Finanzchef vorübergehend niedergelegt. Wenn er seine Unschuld bewiesen habe, werde er zurückkehren und weiterarbeiten, sagte Pell. Für ihn sind die Anschuldigungen nichts anderes als eine "Rufmordkampagne". Der frühere Erzbischof von Melbourne und Sydney war im Februar 2014 von Papst Franziskus zum Präfekten des vatikanischen Wirtschaftsrats und damit zum Herrn über die Finanzen und weltlichen Besitztümer des Kirchenstaats ernannt worden. Der Australier ist somit einer der mächtigsten Männer im Vatikan und der höchste kirchliche Würdenträger, der sich jemals wegen Missbrauchs vor einem Gericht verantworten musste. Mann fürs Grobe Der kräftig gebaute und einen rustikalen Umgangston pflegende Prälat wird im Vatikan von allen nur der "Ranger" genannt. Für das Ausmisten der intransparenten Vatikanfinanzen hatte der Papst einen Mann fürs Grobe gebraucht, und dafür schien der theologisch konservative Pell genau der Richtige zu sein. Doch nun wird der "Ranger" von seiner Vergangenheit eingeholt. Welche Delikte genau dem Kurienkardinal vorgeworfen werden, hat Shannon nicht bekanntgegeben. Die Ermittlungen waren vor zwei Jahren eingeleitet worden, nachdem sich eine staatliche Untersuchungskommission mit dem massenhaften Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch Kirchenmänner in den 1970er- bis 1990er-Jahren befasst hatte. Vor allem während seiner Zeit als Priester in seinem Geburtsort Ballarat hatten sich diese Missbräuche zum Teil in unmittelbarer Nähe des späteren Erzbischofs und Kurienkardinals abgespielt. Mit einem verurteilten Täter, der mehr als hundert Kinder sexuell missbraucht hatte, lebte Pell sogar im gleichen Priesterseminar. Im vergangenen Juli haben zwei Männer schließlich direkte Missbrauchsvorwürfe gegen den vatikanischen Finanzchef erhoben. - 

Kurienkardinal George Pell trat bereits am Donnerstagmorgen vor die Presse und stritt jeden Kindesmissbrauch ab. Er wolle in Australien nun seinen "Namen wieder reinwaschen". "Schreckliche Fehler" zugegeben Dass er persönlich Missbräuche begangen habe, hat Pell immer vehement in Abrede gestellt. In Befragungen durch die australische Untersuchungskommission im Jahr 2015 und durch die australische Polizei 2016 hatte Pell jedoch eingeräumt, dass die australische Kirche Kindesmissbrauch jahrelang heruntergespielt und "schreckliche Fehler" begangen habe. Auch er selbst habe damals "die starke Tendenz gehabt, eher einem Priester zu glauben, der die Taten bestritt, als dem Opfer, das ihn beschuldigte". Dass der damals höchste Geistliche Australiens trotz seiner Nähe zum Geschehen jahrzehntelang nichts Konkretes gewusst habe, wird ihm immer weniger abgenommen, zum Teil auch in Rom. Im Juni 2014 war es deswegen im Vatikan zu einem kleinen Eklat gekommen: Der Engländer Peter Saunders, Mitglied der von Papst Franziskus eingesetzten vatikanischen Antimissbrauchskommission und in seiner Kindheit ebenfalls Opfer eines pädophilen Priesters, hatte den australischen Kardinal attackiert: "Pell spielt ein Spielchen mit der Kommission, aber vor allem mit allen Opfern. Deswegen müsste er vom Papst zurück nach Australien geschickt werden", forderte Saunders. Papst: "Respekt vor Justiz" Der Vatikan hat die Anklage gegen Pell am Donnerstag mit "Bedauern" zur Kenntnis genommen und seinen "Respekt vor der australischen Justiz" zum Ausdruck gebracht. Der Papst hat seinem wichtigen und engen Mitarbeiter jedoch sogleich den Rücken gestärkt: "Während seiner Arbeit in der Römischen Kurie hat der Heilige Vater die Ehrlichkeit von Kardinal Pell schätzen gelernt; er ist ihm dankbar für seinen energischen Einsatz bei der Reform der wirtschaftlichen und administrativen Belange der Kurie und für seine aktive Teilnahme im Kardinalsrat zur Kurienreform", erklärte der Papstsprecher. Außerdem erinnerte er daran, dass Pell Missbrauch durch Priester seit Jahrzehnten als "unmoralisch und intolerabel" brandmarke und dass er in Australien als Erzbischof in seinen Diözesen Prozedere geschaffen habe, um Minderjährige zu schützen. (Dominik Straub aus Rom, 29.6.2017) Hinweis: Der Agenturtext wurde durch den Bericht unseres Korrespondenten ersetzt. - derstandard.at/2000060491545/Kindesmissbrauch-Ermittlungsverfahren-gegen-Vatikan-Finanzchef-Pell

 

04 2016 Vor 20 Jahren outete profil den Wiener Kardinal Hans Hermann Groer als Kinderschänder. Der damalige profil-Chefredakteur Josef Votzi über einen historischen Tabubruch.

Am 27. März 1995 war profil mit der Coverzeile „Kardinal Hans Hermann Groer hat mich sexuell missbraucht“ erschienen. Am Wochenende davor habe Andreas Khol, damals ÖVP-Klubobmann, Parteianwalt Michael Graff mobilisiert, um einen Beschlagnahmeantrag gegen profil zu verfassen, schrieb Cover-Autor Josef Votzi vor Kurzem in einem Rückblick auf die Affäre Groer. Der Vorwurf war nicht neu und bisher von Khol nie dementiert worden.

https://www.profil.at/oesterreich/spotlight-groer-affaere-tabubruch-6267726

https://www.profil.at/oesterreich/halbe-wahrheiten-andreas-khol-affaere-groer-6310400

 

 

 

Marialourdesblog.com: 10 2013  Hat Joseph Ratzinger 1987 einen Ritualmord begangen?

http://marialourdesblog.com/hat-joseph-ratzinger-1987-einen-ritualmord-begangen/

 

 

Welt.de: 02 2017: Ein Mitarbeiter des Bischofs von Limburg hat auf seinem Rechner „eindeutige und schockierende“ Kinderpornos gehortet. Das Bistum an der Lahn kommt nicht zur Ruhe. Der Dienstherr ist beunruhigt.

Die Schmach, die der verschwenderische Ex-Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst über das Bistum Limburg brachte, ist längst nicht vergessen, da naht für die katholische Kirche an der Lahn der nächste Skandal: Ein Mitarbeiter des seit September 2016 in Limburg tätigen Bischofs Georg Bätzing ist ins Visier der Kinderporno-Ermittler geraten. Der 55-Jährige ist bis auf Weiteres von allen Aufgaben in der Diözese freigestellt.

https://www.welt.de/vermischtes/article161947619/Die-IP-Adresse-fuehrte-die-Ermittler-zur-Kirche.html

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Dr. Peter Teuschel

FA für Psychiatrie &

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Mensch

Bämayr, Argeo, Dr (2012) 

Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie

 

Das Mobbingsyndrom - Therapie und Begutachtung im Kontext zur in Deutschland ubiquitär praktizierten psychischen Gewalt. 

Teuschel Peter (2009), FA für Psychiatrie & Psychotherapie

 

Mobbing - Dynamik, Verlauf, gesundheitliche und soziale Folgen

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ABSOLUTE LESE-EMPFEHLUNG!

 

Alle FAKTEN zum größten Vertuschungsfall in Ö!

Autor: eh. OGH-Präsident Johann Rzeszut 

 

Siehe auch:

Register Kampusch