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https://www.news.at/a/chronik-zeugen-vom-woerthersee-8229683

 

CHRONIK von 

Die Zeugen vom Wörthersee

 
 
 
 
Chronik - Die Zeugen vom Wörthersee© Bild: Getty Images

Mehrere Augenzeugen haben den tödlichen Bootsunfall am Wörthersee vor vier Wochen beobachtet. Die Aussage eines Zeugen dürfte den Bootslenker in Erklärungsnot bringen

Nichts erinnert an diesem blaustichigen Sommertag an den Unfall. An den Tag, als vier Freunde aus Niederösterreich und ein junger Skipper aus Kärnten eine Bootstour auf dem Wörthersee unternahmen und an dessen Ende einer von ihnen starb. Der See ist jetzt ein stummer Zeuge, ein Komplize sogar, der alle Spuren verwischt hat. Der Eissalon an der Promenade in Maria Wörth hat heute seine Liegestühle rausgestellt, bunte Sonnenschirme stehen davor, ein paar Deutsche studieren auf dem Bootssteg den Abfahrtsplan der Wörthersee Schifffahrt. Die Touristen, die Eis essend am Bootssteg stehen, wissen nicht, dass nur wenige Meter von ihnen entfernt am 2. Juni gegen 17 Uhr ein Unglück passierte. Daran denken hier nur noch die, die es zufällig gesehen haben. Drei Männer, die anonym bleiben möchten, weil sie zu große Angst davor haben, dass sie ihre Jobs verlieren könnten, wenn sie mit Journalisten sprechen. Drei Zeugen vom Wörthersee. Bei der Polizei ausgesagt hat bis Montagabend nur einer von ihnen.

Ermittlungsergebnisse

Der Unfall sorgte für Schlagzeilen, weil der Bootslenker ein bekannter Medienmanager und Aufsichtsrat eines wichtigen Infrastrukturunternehmens ist. Sein Name darf aus medienrechtlichen Gründen nicht genannt werden.

Mehr als vier Wochen sind seit dem Unfall vergangen, doch noch immer hat niemand die Verantwortung dafür übernommen. Die juristische Frage der Schuld an dem Unglück ist erst recht noch nicht beantwortet. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Klagenfurt laufen. Der Zwischenstand: Der Anfangsverdacht wegen fahrlässiger Tötung gegen den 32-jährigen Skipper des Motorbootes und den 44-jährigen Medienmanager, der das Boot zum Unfallzeitpunkt gelenkt haben soll, scheint sich zu erhärten. Das heißt: Die beiden Personen könnten etwas falsch gemacht haben. Konkrete Ermittlungsergebnisse werden von der Staatsanwaltschaft für Ende August erwartet. Erst dann soll ein abschließender Obduktionsbericht vorliegen. Das ist insofern üblich, als dass der Gerichtsmediziner zwar schon vorher einen Totenschein ausstellt, aber seine Untersuchungen erst später in ein Gutachten einarbeitet. "Der Sachverständige hat eine bestimmte Frist - bis zu drei Monate -, in der er das Gutachten erstatten kann. Dies ist bei jeder gerichtsmedizinischen Obduktion so", erklärt Staatsanwältin Tina Frimmel-Hesse.

Was tatsächlich am Wörthersee passierte, meinen die Augenzeugen zu wissen. Der eine, der seine Version News erzählt, spricht mit rauer Stimme. Er ist ein älterer Herr, vielleicht Mitte 50. Sein Gesicht von Wind und Sonne gegerbt. Der Zeuge, der vor vier Wochen den Unfall beobachtet hat, sitzt rauchend auf einer Edelstahlkiste am Bootssteg. Genau dort saß er auch an diesem unglücklichen Freitag vor Pfingsten.

Blut im Wörthersee

An diesem Tag färbte sich der Himmel über dem Wörthersee schwarz. Dunkle Gewitterwolken rollten von Westen her an. Kaum ein Mensch war noch am See. Nur ein Motorboot hüpfte über die Wellen. Der Zeuge konnte die Männer darauf hören. Es waren jubelnde Stimmen. "Die hatten halt eine Gaudi", sagt der rauchende Mann. Er hatte sich nichts dabei gedacht. Er hatte es schon oft erlebt, wie sich die Touristen freuen, wenn sie den Rausch der Geschwindigkeit genießen. Das Motorboot raste jetzt an der Startrampe für Wasserskier vorbei, die wenige hundert Meter vom Ufer entfernt ist. Und dann passierte es plötzlich. Der Zeuge sah, wie das Boot eine enge Kurve fuhr. Eine auffallend enge. Er hörte einen Schrei. Dann Stille. Dann fuhr das Boot plötzlich rückwärts, das konnte er sehen, sagt er. Er dachte sich noch: "Was passiert da? Das darf man auf keinen Fall machen." Dann fiel ihm die Stimmung auf dem Boot auf: Panik. Geschrei. Also alarmierte der Augenzeuge seine Freunde, die sich in seiner Nähe am Ufer aufhielten. Den einen musste er wecken, der hatte gedöst. Zu dritt fuhren sie mit ihrem eigenen Boot zur Unfallstelle. "Da war Blut im Wasser", sagt der Zeuge, der den Unfall selbst verschlafen hatte. Was sich in diesen Minuten nach dem Unglück abspielte, darüber sind sich auch die Augenzeugen nicht einig. Während der eine Zeuge bemerkt haben will, dass zwei Männer der Bootspartie im Wasser waren, will der andere Zeuge alle Männer auf dem Boot gesehen haben. "Dass die betrunken gewesen sein sollen, davon hat man nichts gemerkt, aber die hatten ja auch so viel Adrenalin im Blut", sagt einer der Zeugen.

Und doch ist wohl kaum einer ohne Schuld an diesem Nachmittag. Im Schock hätten die Freunde erzählt, dass der Vermisste zuvor auf der Motorhaube gesessen sei, sagt ein Zeuge. Also auf der Kuppel, in der Mitte des Bootes. Das ist kein Sitzplatz, und es wäre verboten gewesen. Die Staatsanwaltschaft bestätigt, dass der Bootslenker 1,2 Promille im Blut hatte. Und dass der Skipper das Lenkrad niemals an eine betrunkene Person hätte abgeben dürfen.

Fest steht, dass der Vermisste erst am nächsten Tag von Tauchern gefunden wurde. Rund 300 Meter von der Anlegestelle in Maria Wörth entfernt, in 30 Metern Tiefe. Seitdem laufen die Ermittlungen. Bis endgültig geklärt ist, was auf dem Boot tatsächlich passierte, müssen noch weitere Zeugen einvernommen werden. Dabei ist es bemerkenswert, dass erst in der vergangenen Woche zwei Bootsinsassen und Freunde des Medienmanagers befragt wurden, und nicht unmittelbar nach dem Unfall. Durchgeführt haben diese Einvernahmen Kärntner Beamte in Niederösterreich. Das sei üblich: "Diese Vorgehensweise wird in vergleichbaren Fällen ebenso gehandhabt", sagt Waltraud Dullnig von der Landespolizeidirektion Kärnten.

Die Anwälte der zwei Beschuldigten wollen keine Stellungnahme zum Fall abgeben. Sie verweisen auf das laufende Verfahren und die ausstehenden Gutachten und Aussagen.

Rechnung an die Witwe

Für Verwirrung in der Öffentlichkeit sorgt indes weiter die Informationspolitik der Behörden. Die führte zu Gerüchten über Vertuschungsversuche: Immerhin ist der Medienmanager kein Unbekannter, in der niederösterreichischen ÖVP sehr gut vernetzt, und er hat einflussreiche Freunde. So soll sogar Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) zugunsten seines Parteifreundes interveniert haben. Das wird vom Innenministerium jedoch schärfstens zurückgewiesen. Auch bei der Landespolizeidirektion Kärnten dementiert man, dass es eine Weisung gegeben habe, dass nichts nach außen dringen darf.

Fakt ist, dass nicht einmal Feuerwehr und Wasserrettung Daten für die Erstellung eines Unfallberichts bzw. für die Verrechnung der Bergekosten erhielten. Deshalb haben sie die Verrechnung des Einsatzes an die Gemeinde Maria Wörth delegiert. Es handelt sich um Kosten von rund 10.000 Euro für Retter, Fahrzeuge, Motorboote und Bergegeräte. "Wir haben die Rechnung jetzt an die Adresse der Verlassenschaft des Verunglückten geschickt", sagt Bürgermeister Markus Perdacher. Also an die Witwe, die soll jetzt zahlen.

 

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Siehe auch:

Register Kampusch

 

 

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